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23.05.2021

Tierversuche bei der Bundeswehr

Tiere für militärische Zwecke zu verwenden, ist mit das Perfideste, was es gibt!
Laut Tierschutzgesetz sind Tierversuche zur Entwicklung und Erprobung von Waffen und Munition verboten. (1) Dennoch wurden in den letzten 20 Jahren insgesamt 7.507 Tiere in internen Versuchen der Bundeswehr verwendet. 85 % waren Ratten und Mäuse, aber auch 144 Hunde, 307 Großtiere wie Schafe, Ziegen und Pferde sowie 630 Meerschweinchen wurden für militärische Versuchszwecke eingesetzt. Für weitere Forschungs- und Ausbildungsvorhaben wurden externe Einrichtungen beauftragt, auf deren Konto weitere 7.254 Tiere innerhalb von 20 Jahren gehen.

Jedes Tierleben zählt!
Die Tierzahlen sind schockierend genug, aber was geschieht mit den Tieren? Die Versuche bei der Bundeswehr – ob intern oder durch externen Auftrag – sind zum Teil sehr grausam. Einige Beispiele:

Mäusen werden schwere Hautverletzungen zugefügt
Bei Kaninchen werden Knorpel verletzt
Meerschweinchen und Ratten werden mit Nervenkampfstoffen wie Senfgas und VX vergiftet
Mäusen werden die Knochen gebrochen
Bei Schweinen wird ein Blutungsschock erzeugt
Abgesehen von der ethischen Fragwürdigkeit, ist eine Übertragbarkeit auf die Situation beim Menschen nicht gegeben.

Warum ist das erlaubt?
Solange keine Waffen und Munitionen entwickelt und erprobt werden, sind Tierversuche unter dem Mantel der Grundlagenforschung oder zur vorgeblichen Sicherheit von Soldaten und Zivilbevölkerung erlaubt.

Die Zuständigkeit und das Genehmigungsprocedere sind völlig anders als bei allen anderen Tierversuchen, sie liegen beim Bundesministerium der Verteidigung bzw. bei der Bundeswehr selbst. Das heißt, die Bundeswehr überprüft und genehmigt ihre eigenen Tierversuche.

Versuche an über 1.000 Tieren verhindern!
Zwei Versuchsreihen mit insgesamt über 1.000 Mäusen sind bereits genehmigt, haben aber noch nicht begonnen. Dabei sollen 800 Mäusen schwere Verletzungen der Haut zugefügt werden, was die Bundeswehr selbst als Schweregrad „mittel bis schwer“ einstuft. In der zweiten Versuchsreihe geht es um die Testung bestimmter Immunzellen an 245 Mäusen. Der Start ist für Herbst 2021 geplant. Das müssen wir verhindern!


Quellen
(1) Tierschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Mai 2006, zuletzt geändert durch Artikel 280 der Verordnung vom 19.Juni 2020 (BGBl. I S. 1328), §7a Abs. 3

(2) Antwort des Bundesministeriums der Verteidigung vom 25.2.2021 auf eine Kleine Anfrage von Abgeordneten der Bundestagsfraktion DIE LINKE; BT-Drucksache 19/26074 vom 21.01.2021

Wie Sie helfen können
Schreiben Sie an Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und fordern Sie sie auf, sämtliche Tierversuche im Bereich der Bundeswehr sofort einzustellen und insbesondere die beiden noch nicht begonnenen Versuchsreihen zu stoppen.

Formulieren Sie bitte möglichst ein eigenes Schreiben (bitte unbedingt höflich) an poststelle@bmvg.bund.de und info@bundeswehr.org oder verwenden Sie unseren Musterbrief.
Unterstützen Sie auch die Petition von PeTA, bei der der Schwerpunkt auf den OP-Übungen an Schweinen liegt

Musterbrief

 Tierversuche bei der Bundeswehr.docx


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